Lisa ist leidenschaftlich daran interessiert, Menschen in Veränderungsprozessen zu begleiten, und bringt über 20 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Umsetzung von Change-Management-Lösungen für digitale Transformationsprogramme in globalen Organisationen mit. Sie arbeitet eng mit unseren Kunden zusammen, um maßgeschneiderte Ansätze zu entwickeln, die sicherstellen, dass betroffene Mitarbeitende bereit, motiviert und befähigt sind, neue Arbeitsweisen nachhaltig zu übernehmen.
Die wahre Hürde bei der Copilot-Adoption im Unternehmen
Als viele Organisationen Copilot aktiviert haben, erwarteten sie eine sofortige Transformation. Doch statt einer plötzlichen Produktivitätsrevolution zeigte sich etwas anderes: Zurückhaltung. Viele Mitarbeitende probierten Copilot einmal aus, erhielten eine durchschnittliche Antwort und kehrten anschließend zu ihren gewohnten Arbeitsweisen zurück.
Nicht, weil Copilot nicht leistungsfähig ist. Sondern weil sich Arbeitsweisen nicht allein durch die Aktivierung einer Lizenz verändern.
Ich sage das mit einer gewissen Demut, denn ich habe denselben Fehler selbst gemacht.
Zunächst war ich überzeugt, dass ich Copilot vollständig verstehen müsse, bevor ich ihn sinnvoll nutzen kann. Die richtigen Prompts, die richtigen Techniken, das notwendige Wissen. Also habe ich gelesen, recherchiert, Inhalte gespeichert – und die Nutzung hinausgezögert.
Der Druck, „genug zu wissen“, hat mich davon abgehalten, überhaupt einen Nutzen zu erzielen.
Alles änderte sich, als ich aufhörte, das gesamte System beherrschen zu wollen, und stattdessen eine einfachere Frage stellte: Was kann Copilot mir heute konkret abnehmen?
In dem Moment, in dem Copilot ein Teams-Meeting zusammenfasste, ein Lernkonzept entwarf oder unstrukturierte Notizen in einen klaren Plan verwandelte, wurde der Mehrwert greifbar. Der eigentliche Gewinn war nicht nur die Zeitersparnis, sondern das wachsende Vertrauen in die eigene Nutzung.
Genau hier liegt die Herausforderung vieler Organisationen.
Es ist kein Problem der Fähigkeiten. Es ist ein Vertrauensproblem.
Mitarbeitende fragen sich nicht nur, ob Copilot helfen kann. Sie fragen sich, ob sie ihn richtig nutzen, ob die Nutzung erlaubt ist, ob ihre Daten geeignet sind und ob sie den Ergebnissen vertrauen können.
Die Copilot-Adoption stagniert genau in diesen Momenten der Unsicherheit.
Was erfolgreiche Copilot-Adoption auszeichnet
Organisationen, in denen sich Copilot nachhaltig etabliert, konzentrieren sich darauf, diese Unsicherheit gezielt zu reduzieren.
Sie schaffen Relevanz, indem sie zeigen, wie Copilot konkret im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann – bezogen auf reale Aufgaben und Rollen.
Sie definieren klare Leitlinien, damit Mitarbeitende verstehen, was möglich ist und wo Grenzen liegen.
Sie fördern Communities statt rein formaler Schulungen: Copilot-Champions, geteilte Prompts, interne Erfolgsgeschichten und regelmäßige Praxisbeispiele stärken die Akzeptanz.
Gleichzeitig verbessern sie ihre Datenbasis. Copilot entfaltet sein volles Potenzial, wenn Informationen strukturiert, zugänglich und korrekt berechtigt sind.
Warum der Mensch der Ausgangspunkt jeder Copilot-Einführung ist
Deshalb beginnt unser Ansatz bei Hitachi Solutions nicht mit der Technologie, sondern mit den Menschen.
Wir analysieren zunächst die tatsächlichen Arbeitsweisen: Aufgaben, Routinen, Herausforderungen und genutzte Dokumente. Darauf aufbauend wird Copilot gezielt mit diesen realen Arbeitsprozessen verbunden. Anschließend stärken wir das Vertrauen durch praktische Anwendung anhand konkreter Szenarien aus dem Arbeitsalltag. Digitale Communities sorgen dafür, dass sich erfolgreiche Nutzung organisch verbreitet. Parallel werden Datenstrukturen optimiert, um eine zuverlässige und effektive Copilot-Nutzung zu gewährleisten.
Es handelt sich nicht um einen technischen Rollout, sondern um eine nachhaltige Veränderung von Arbeitsverhalten – unterstützt durch die richtige Umgebung.
Copilot wird dann wertvoll, wenn er zur Gewohnheit wird
Rückblickend wurde mir klar, dass ich nicht alles verstehen musste, um zu beginnen. Ich brauchte lediglich die Erlaubnis, klein anzufangen und Copilot Schritt für Schritt in meinen Arbeitsalltag zu integrieren. Genau diese Haltung beschleunigt die Adoption in Organisationen. Copilot entfaltet seinen Wert, wenn er zum ersten Impuls wird – nicht zur letzten Option. Wenn Copilot in Ihrem Unternehmen nicht nachhaltig genutzt wird, liegt die Ursache selten in der Technologie selbst. In den meisten Fällen geht es um Vertrauen, Verhalten und Adoption. Und genau diese Faktoren lassen sich gezielt entwickeln – durch einen praktischen, menschenzentrierten Ansatz.