Britax Römer
Wie Britax Römer gemeinsam mit Hitachi Solutions eine externe Lagerlogistik nahtlos in Dynamics AX 2012 integrierte und damit Transparenz, Stabilität und Lieferfähigkeit sicherte.
Ausgangssituation
Britax Römer ist ein international tätiger Hersteller von Kindersicherheitslösungen mit hohen Anforderungen an stabile, transparente und verlässliche Logistikprozesse.
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung entschied sich das Unternehmen, Logistik und Produktion am deutschen Standort Leipheim zu schließen und die Lagerlogistik künftig über einen externen Dienstleister in Deutschland abzuwickeln.
Die bestehende Systemlandschaft von Britax Römer basiert weiterhin auf dem etablierten ERP-System Microsoft Dynamics AX 2012 R3, das tief in die operativen Prozesse integriert ist. Ziel war es, diese Umgebung nahtlos an das externe Lager anzubinden, ohne bewährte Abläufe zu gefährden oder Transparenz im Warenfluss zu verlieren.
Hitachi Solutions unterstützt Britax Römer seit mehreren Jahren als verlässlicher Partner rund um Microsoft-basierte Geschäftsapplikationen – im ERP- und CRM-Umfeld sowie im Rahmen globaler Supportleistungen in Deutschland und den USA. Vor diesem Hintergrund lag es nahe, auch dieses strategisch wichtige Integrationsvorhaben gemeinsam umzusetzen.
Die Herausforderung:
Die größte Herausforderung bestand darin, den Übergang von der bisherigen internen Logistik zu einem externen Lagerbetrieb in kurzer Zeit und ohne Unterbrechung der Lieferfähigkeit umzusetzen.
Der Zeitplan war dabei nicht verhandelbar: Die komplette Logistik am Standort wurde aufgelöst und ein Rückweg war ausgeschlossen. Ein Verfehlen der Timeline hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit gehabt und vor allem das Plattformgeschäft sowie weitere B2BKanäle gefährdet.
Technisch musste die Anbindung so gestaltet werden, dass relevante Informationen – von Stammdaten über Wareneingänge bis hin zu Auslieferungen – automatisiert, korrekt und zeitnah zwischen dem ERP-System und dem Logistikpartner ausgetauscht werden.
Als Best-Practice diente ein bereits erfolgreich umgesetztes Projekt in Großbritannien: Rund 60% der Workflows konnten wiederverwendet werden, während etwa 40% an die deutschen Anforderungen angepasst wurden.
Zusätzlich galt es, die Zusammenarbeit zwischen Britax Römer und Rhenus organisatorisch sauber zu verankern – etwa bei der Definition von Verpackungs- und Etikettierungsprozessen (Handling Units) sowie bei der Abstimmung von Paket- und Versandlogik.
Projektverlauf
Das Projekt startete mit einem abgestimmten Vorgehen, inklusive Vorgesprächen, und einem klar strukturierten Projektplan. Ein Scoping-Workshop in Nürnberg diente der detaillierten Prozessaufnahme; die Umsetzung erfolgte anschließend nahezu vollständig remote.
Auf Basis der Analyse wurden die Anforderungen für Lagersteuerung und Nachrichtenprozesse in Dynamics AX 2012 konkretisiert. Das ERP-System blieb als führendes System bestehen, während die Integrationslogik so erweitert wurde, dass der externe Lagerbetrieb zuverlässig und durchgängig angebunden ist.
Hitachi Solutions nutzte eine bewährte Projektmethodik mit klaren Verantwortlichkeiten und definierten Übergabepunkten. Funktionale und technische Spezifikationen bildeten die verbindliche Grundlage für die Umsetzung; anschließend folgten Konfiguration, Schnittstellenanpassungen und die Erweiterung der Nachrichtenprozesse.
Ein zentraler Bestandteil war die mehrstufige Test- und Go-Live-Strategie: Entwicklungen wurden auf verschiedenen Testsystemen geprüft und stückweise produktiv gesetzt. Der Umzug der Bestände von Leipheim nach Wesel startete in der letzten Januarwoche – zunächst für Rohstoffe und Inbound-Güter.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Abstimmung mit Rhenus: Etiketten, Verpackungsvorgaben und die Definition von Handling Units mussten neu beschrieben, getestet und im Tagesgeschäft etabliert werden. Die operative Kommunikation blieb dabei eng getaktet – unter anderem über digitale Kanäle wie Chat.
Dank der Erfahrungen aus dem UK-Projekt sowie der Wiederverwendung erprobter Komponenten traten keine nennenswerten technischen Hürden auf. Anpassungen betrafen vor allem Schnittstellen, Konfiguration und länderspezifische Prozessunterschiede.





Ergebnisse und geschaffener Mehrwert
Innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters wurde eine stabile, belastbare Integration zwischen Dynamics AX 2012 und dem externen Lager in Wesel realisiert. Relevante Informationen – von Artikel- und Stammdaten über Wareneingänge bis hin zu Auslieferungen, Rückmeldungen und Bestandsbewegungen – werden heute automatisiert ausgetauscht und stehen den Fachbereichen konsistent zur Verfügung.
Durch die gezielte Wiederverwendung der UK-Blaupause konnten Prozesse harmonisiert und gleichzeitig dort angepasst werden, wo es für den deutschen Betrieb erforderlich war. Das reduziert Komplexität, beschleunigt künftige Erweiterungen und unterstützt die internationale Vergleichbarkeit der Abläufe.
Für Britax Römer bedeutet das eine deutlich höhere Transparenz über Bestände und Lieferstatus, weniger manuelle Eingriffe sowie verlässlichere Abläufe im Zusammenspiel mit dem Logistikdienstleister. Die strukturierte Test- und Freigabestrategie minimierte das Go-Live-Risiko und stellte die Lieferfähigkeit während der Umstellung sicher.
Nicht zuletzt zahlte die langjährige Zusammenarbeit ein: Das gemeinsame Verständnis für Prozesse und Systemumgebung sowie die enge Abstimmung mit den relevanten Stakeholdern bei Britax Römer – darunter Jürgen Kraus, Kevin Cui und Sven Spreda – trugen maßgeblich zum Projekterfolg bei.
Ausblick
Mit der erfolgreichen Anbindung des externen Lagerstandorts verfügt Britax Römer über eine flexible, zukunftsfähige Grundlage für die Logistikprozesse in Deutschland. Die geschaffene Integrationsarchitektur lässt sich bei Bedarf erweitern und auf weitere Länder übertragen.
Aufgrund der langjährigen vertrauensvollen Kooperation setzen beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit in Zukunft fort – mit dem Ziel, die Systemlandschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln, Prozesse zu optimieren und die digitale Unterstützung der Geschäftsabläufe langfristig zu sichern.
Hinweis (intern): Projektkennzahlen (z. B. Anzahl verwalteter Container) sowie die Verwendung von Bildmaterial des Logistikpartners sind vor Veröffentlichung zu verifizieren.
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