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PowerApps

Canvas Apps vs. Model-driven Apps

Hitachi Solutions > Blog > 2019 > 08 > Canvas Apps vs. Model-driven Apps mit Microsoft PowerApps

Hat sich Ihr Unternehmen bereits mit dem Thema der Citizen Developer auseinandergesetzt? Immer häufiger lassen Unternehmen interne Apps für betriebliche Problemstellungen von IT-Laien entwickeln. Diese positive Entwicklung wird durch Microsoft PowerApps und andere Tools begünstigt, denn hiermit haben auch Mitarbeiter ohne umfassende Programmierkenntnisse die Möglichkeit, leistungsstarke und nützliche Apps zu gestalten, die ihre Kollegen unterstützen und Projekte im Rahmen des digitalen Wandels vorantreiben.

Wenn Sie sich im App-Entwickeln ausprobieren möchten, aber mit PowerApps noch nicht vertraut sind, sollten Sie zunächst entscheiden, ob Sie eine Canvas-App oder eine Model-driven App erstellen möchten. Aber worin besteht der Unterschied und welche Faktoren sollten Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen?

Der Unterschied zwischen Canvas-Apps und Model-driven Apps

In PowerApps können Sie zwei Arten von Apps entwickeln: Canvas-Apps und Model-driven Apps.

Der grundlegende Unterschied ist die Steuerung: Die Art der App, die Sie brauchen, hängt von Ihren Geschäftsanforderungen und der Struktur rund um den Prozess ab:

  • Steuerung der User Experience

 In diesem Fall sollten Sie sich für eine Canvas-App entscheiden, denn sie ermöglicht es Ihnen, jeden Aspekt der User Experience zu steuern. Über PowerApps erhalten Sie die Tools für optimale Anwendungen sowie ein professionelles Nutzererlebnis während die App Ihnen gleichzeitig das Vernetzen mit zahlreichen Datenquellen erlaubt.

  • Steuerung der Datenstruktur

Model-driven Apps sind die erste Wahl, wenn Sie das Datenmodell, auf welches ein Geschäftsprozess aufbaut, steuern möchten. In diesen Apps können Sie das Zusammenspiel von Beziehungen, Tabellen und Feldern festlegen und haben dadurch mehr Kontrolle über die zugrunde liegenden Funktionen der App. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, das volle Potential des Common Data Service (CDS) auszuschöpfen.

Oftmals unterscheiden sich die Ergebnisse der beiden App-Ansätze nur in geringem Umfang, aber jeder eignet sich etwas besser für das ein oder das andere Projekt.

Unterschiede der Entwicklung bei Canvas-Apps und Model-driven Apps

Mit Microsoft PowerApps haben Sie zwei ganz individuelle Methoden zur App-Programmierung. Die Unterschiede:

Canvas-Apps

Bei der Canvas-App beginnt der Fokus mit der User Experience und der User Schnittstelle. Dies kann sowohl für Smartphones, Tablets und andere Endgeräte als auch für herkömmliche Web-Browser auf dem Desktop erfolgen.

Das Herzstück der Entwicklung ist eine Leinwand (englisch: canvas), dessen Look & Feel dem von PowerPoint ähnelt. Vordefinierte Kontrollen, Aktionen, Bilder und Objekte lassen sich jederzeit per Drag ’n‘ Drop in die App verschieben. Zudem können Sie Daten aus diversen Quellen abrufen; hierfür stehen zahlreiche Konnektoren zur Verfügung, mit denen Benutzer auf Daten anderer Microsoft-Anwendungen zugreifen können, so z. B.

Auch Daten aus Anwendungen anderer Anbieter können übernommen werden, u. a.

  • Marketo
  • Twitter
  • EventBrite

Model-driven Apps

Für Model-driven Apps liefert Microsoft ein umfangreiches Paket mit Out-of-the-Box-Komponenten, mit denen Business-Anwender Apps gestalten und entwickeln können. Den Start macht immer das zugrundeliegende Datenmodell, das entweder bereits in Microsoft Dynamics 365/CDS zur Verfügung steht oder zunächst aufgebaut werden muss.

Diese Daten sind auf der CDS-Plattform gespeichert, also in der Datenbank, auf der auch Dynamics 365 basiert. Sie eignet sich zudem ideal für den Aufbau eines zentralen Datenspeichers: Dazu wird das CDS-Datenmodell erweitert und von den Benutzern der App mit der Zeit befüllt.

Mit Model-driven Apps können Sie Ihre Geschäftsprozesse um Tabellen, Felder und Beziehungen erweitern (zur Optimierung von Datenmodellen) sowie Geschäftslogiken anhand von Geschäftsregeln, Abläufen und Formularen, mit denen User interagieren können, ableiten.

Die Gestaltung der User Experience erfolgt weniger intuitiv als bei Canvas-Apps. Derzeit müssen Sie noch die umfangreichen vorgefertigten Formulare, Datenvisualisierungen und Dashboards von Microsoft nutzen, um aussagekräftige Daten abzubilden und den Benutzern die Möglichkeit zu geben, mit diesen zu interagieren. Dadurch macht die App eventuell keinen ästhetisch oder intuitiven Eindruck auf den Endnutzer wie eine Canvas-App; jedoch gibt sie einen eindeutigen und definierten Geschäftsprozess vor, dem die Benutzer folgen.

Seit Kurzem können Canvas-Apps auch in Model-driven Apps eingebettet werden; damit ermöglicht Microsoft eine Kombination der Funktionen beider App-Arten.

Mit Model-driven Apps stehen dem Entwickler die vielfältigen Features zur Anpassung an Kundenvorgaben zur Verfügung, die mit Out-of-the-Box-Lösungen nicht erreicht werden kann. Hierzu zählt beispielsweise das Schreiben von Kunden- oder Serverprogrammen.

Typische Lösungen in Canvas-Apps

Ziel der Canvas-Apps ist volle Kontrolle und Flexibilität, damit Sie eine breite Palette an ansprechenden Apps für diverse Szenarien entwickeln können, u. a.

  • Tools zur Fotoerstellung, Datenaufzeichnung und Informationsfreigabe über verschiedene Systeme und
  • einfache, zielgerichtete Anwendungen, z. B. für Standort-Überprüfungen (Checklisten), Urlaubsanträge und Registrierungen für Events.

Die fertigen Apps sind an keine bestimmte Datenquelle gebunden; Sie können die Benutzerschnittstelle vorgeben und über die mehr als 200 Datenkonnektoren Verbindungen zu zahlreichen Quellen herstellen.

Typische Lösungen in Model-driven Apps

Bei Model-driven Apps geht es vorrangig um die Beziehung zwischen den Daten in Ihrer App und dem Geschäftsprozess, den es zu modellieren gilt. Die Lösung baut auf Dynamics 365 (CRM) auf – ein Tool, das seit knapp 20 Jahren zum Modellieren von Geschäftsprozessen genutzt wird – und eignet sich perfekt u. a. für die folgenden Szenarien:

  • Gestaltung von Geschäftsprozessen und -workflows inklusive Opportunity-, Kundenservice- und Veranstaltungsmanagement und
  • Festlegung von Back-End-Systemprozessen in einem logischen Datenmodell.

Trotz der Unterschiede zwischen den beiden Arten von Apps, ist, wie bereits erwähnt, zu beachten, dass sie in vielen Fällen in Kombination für ganzheitliche Prozesse in Geschäftsszenarien eingesetzt werden können.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine einfache App für Standort-Überprüfungen auf Basis einer Canvas-App muss um eine Funktion erweitert werden, die greift, wenn ein Problem identifiziert wurde. Diese Funktion muss dann von Ihrem Back-End-Team über eine Model-driven App bearbeitet werden, damit das Problem von einem qualifizierten Mitarbeiter behoben werden kann. Vor Ort kann dieser Mitarbeiter dann die Details der Problemlösung über die Canvas-App eingeben.

Mit Canvas-Apps und modellgesteuerten Apps von Microsoft ist der Citizen Developer sehr flexibel in seiner Entscheidung, welche App er entwickeln möchte, d. h., Sie können Apps für ganz unterschiedliche Geschäftsanforderungen entwickeln.

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Matthew Webb

Matthew Webb works for Hitachi Solutions (UK) as a Lead Consultant in the Customer Engagement (Dynamics 365) delivery team for Hitachi Solutions. He is an experienced Dynamics CRM specialist with over 9 years’ CRM experience where he joined the Hitachi family in 2017. Matthew is always looking at how organisations can take advantage of the Microsoft PowerPlatform and associated technologies to help drive digital transformation projects and utilising the new technology to drive changes in business processes to help increase efficiency and usability for employees.

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Matthew Webb

Matthew Webb works for Hitachi Solutions (UK) as a Lead Consultant in the Customer Engagement (Dynamics 365) delivery team for Hitachi Solutions. He is an experienced Dynamics CRM specialist with over 9 years’ CRM experience where he joined the Hitachi family in 2017. Matthew is always looking at how organisations can take advantage of the Microsoft PowerPlatform and associated technologies to help drive digital transformation projects and utilising the new technology to drive changes in business processes to help increase efficiency and usability for employees.

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