Agents in a Day: Wie aus KI-Neugier echte Fähigkeiten werden
KI-Agenten sind derzeit eines der meistdiskutierten Themen rund um künstliche Intelligenz. Viele Organisationen stehen jedoch vor einer ganz praktischen Herausforderung: Wie wird aus ersten Ideen und Neugier echte, umsetzbare Kompetenz?
Der Workshop „Agents in a Day“ wurde genau für diesen Übergang entwickelt. Innerhalb eines einzigen Tages führt er Teilnehmer:innen von der ersten Auseinandersetzung mit dem Thema hin zu konkreter, praktischer Erfahrung im Aufbau von KI-Agenten.
Lernen durch Bauen
Der Workshop fand in den Microsoft-Büros in Paddington statt und setzte konsequent auf praxisorientiertes Lernen. Statt ausschließlich über KI-Konzepte zu sprechen, entwickelten die Teilnehmenden selbst Agenten mit Microsoft Copilot Studio.
In geführten Labs gestalteten sie Konversationen, verknüpften Wissensquellen und untersuchten, wie Agenten reale Geschäftsprozesse automatisieren oder unterstützen können. Die Übungen zeigten konkret, wie sich agentische KI in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lässt.
Am Ende des Tages hatte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen funktionierenden Agenten erstellt – und vor allem ein deutlich klareres Verständnis davon gewonnen, wie agentische KI in der Praxis aussieht.
Praxisbeispiel aus dem öffentlichen Sektor: Defra und die Environment Agency
Ein besonderer Höhepunkt des Workshops war die Diskussion mit Vertreter:innen von Defra (Department for Environment, Food & Rural Affairs) und der Environment Agency.
Statt hypothetischer Szenarien erhielten die Teilnehmenden Einblicke in reale Anwendungen von KI-Agenten im öffentlichen Sektor. Dabei ging es unter anderem darum, wie Agenten regulatorische Dienstleistungen unterstützen, ministerielle Prioritäten adressieren und den Zugang zu komplexen Richtlinien und Daten erleichtern können.
Die Session zeigte, wie KI-Agenten Teams dabei helfen können, große Mengen an Richtlinien, Gesetzestexten und operativen Informationen effizient zu navigieren – sicher, kontrolliert und unter Berücksichtigung der notwendigen Governance-Strukturen.
Von komplexer Regulierung zu praktischer Unterstützung
Der Defra-Use-Case verdeutlichte, wie Agenten als unterstützende Kolleg:innen in komplexen regulatorischen Umgebungen fungieren können.
Sie helfen Nutzer:innen, Informationen schneller zu finden, Richtlinien konsistenter zu interpretieren und manuellen Aufwand in regulatorischen Prozessen zu reduzieren. Gerade in Bereichen mit umfangreichen und sich häufig ändernden Vorgaben kann dies erhebliche Effizienzgewinne ermöglichen.
Gleichzeitig wurden auch die realen Herausforderungen eines KI-Einsatzes im öffentlichen Sektor offen angesprochen – etwa im Hinblick auf Datensensibilität, Compliance-Anforderungen und Vertrauen.
Die zentrale Botschaft: KI soll Expertise nicht ersetzen, sondern verstärken.
Governance und Sicherheit im Fokus
Sicherheit, Governance und verantwortungsvolle KI standen während des gesamten Workshops im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden erhielten Einblicke darin, wie Copilot Studio mit bestehenden Microsoft-365-Sicherheits- und Compliance-Kontrollen zusammenarbeitet. Dadurch wird sichergestellt, dass Agenten ausschließlich Informationen bereitstellen, auf die Nutzer:innen auch tatsächlich zugreifen dürfen.
Gerade für Organisationen im öffentlichen Sektor ist diese Transparenz bei Datenverarbeitung, Zugriffskontrollen und Auditierbarkeit ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz neuer Technologien.
Für technische Entscheidungsträger konzipiert
Der Workshop richtete sich gezielt an Fachleute, die in ihren Organisationen über die Einführung von KI entscheiden oder diese technisch umsetzen. Dazu gehören insbesondere Solution Architects, IT-Leads sowie Daten- und KI-Spezialist:innen.
Der Inhalt verband technische Tiefe mit praktischer Zugänglichkeit. Dadurch war der Workshop sowohl für Organisationen geeignet, die gerade erst beginnen, sich mit KI-Agenten zu beschäftigen, als auch für Teams, die bereits mit Copilot-Technologien experimentieren.
Stärkung der Partnerschaft zwischen Microsoft und Hitachi
„Agents in a Day“ wurde in Zusammenarbeit mit Microsoft durchgeführt und um reale Kundenperspektiven – etwa von Defra – ergänzt.
Der Workshop zeigte deutlich die Stärke der Partnerschaft zwischen der Plattformkompetenz von Microsoft und der Implementierungsexpertise von Hitachi Solutions. Diese Kombination sorgte dafür, dass der Fokus stets auf praxistauglichen Lösungen lag.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern und Implementierungspartnern Innovation beschleunigt und Vertrauen in neue Technologien stärkt.
Was die Teilnehmenden mitgenommen haben
Am Ende des Workshops nahmen die Teilnehmenden unter anderem Folgendes mit:
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Einen funktionierenden Agenten, erstellt mit Copilot Studio
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Ein klareres Verständnis der Reifegrade von Agenten – von konversationellen Assistenten bis zu autonomen Systemen
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Konkrete Einblicke in Anwendungsfälle im öffentlichen und regulatorischen Umfeld
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Mehr Sicherheit im Umgang mit agentischer KI im eigenen Unternehmen
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Klare nächste Schritte für Exploration, Governance und Skalierung von KI-Initiativen
KI-Kompetenz beginnt mit Erfahrung
Der Erfolg von „Agents in a Day“ unterstreicht eine einfache Erkenntnis: Der schnellste Weg, KI zu verstehen, ist, selbst mit ihr zu arbeiten.
Praktische Erfahrung nimmt Unsicherheit und verwandelt abstrakte KI-Konzepte in konkrete Fähigkeiten. Wenn Organisationen reale Beispiele – wie den Defra-Use-Case – sehen, wird der Weg von der KI-Vision zur tatsächlichen Umsetzung deutlich greifbarer.
Workshops wie dieser zeigen: Der Aufbau von KI-Kompetenz beginnt oft nicht mit großen Transformationsprogrammen, sondern mit einem einzigen Tag praktischer Erfahrung.