Wie können Sie Ihre Geschäftsstrategie für nachhaltiges Wachstum und langfristigen Erfolg verbessern?
Tom Lyne, Advisory Director
„Innovation and the Need for Speed“ war ein Event, das die Kraft von Partnerschaften, datengetriebenen Insights und modernster Innovation in den Mittelpunkt stellte. Ich hatte das Vergnügen, gemeinsam mit Expert:innen von Microsoft und dem BWT Alpine F1 Team zu präsentieren.
An diesem Tag habe ich gezeigt, wie sich Geschäftsstrategien verfeinern und nachhaltiges Wachstum vorantreiben lassen – basierend auf meinen praktischen Erfahrungen aus Kundenprojekten: was funktioniert hat, was nicht und welche Learnings wir alle daraus ziehen können.
In diesem Blog vertiefe ich diese Themen, teile meine wichtigsten Erkenntnisse und zeige praxisnahe Wege auf, wie Unternehmen Herausforderungen meistern und sich in einem wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich positionieren können.
Expertise und strategische Partner nutzen
Um eine Reise hin zu nachhaltigem Wachstum zu beginnen, ist es entscheidend, das Wissen, die Erfahrung und die Expertise innerhalb der Organisation zu nutzen.
Wo interne Fähigkeiten an ihre Grenzen stoßen, sollten strategische Partner eingebunden werden, die Initiativen unterstützen, Wissen weitergeben und Lösungen liefern, die auf Best Practices aufbauen. Zusammenarbeit und externe Insights können genau den Vorsprung verschaffen, der nötig ist, um sich in einem gesättigten Markt abzuheben.
Innovative Lösungen entwickeln
Innovation ist der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei der Bewertung von Lösungen gilt es zu prüfen, ob diese:
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Machbar sind – lässt sich durch Technologie- und/oder Prozessverbesserungen ein positives Ergebnis erzielen?
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Wirtschaftlich sinnvoll sind – lohnt sich die Investition von Zeit, Aufwand und Geld?
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Erwünscht sind – wie hoch ist die Bereitschaft zur Veränderung innerhalb der Organisation (User)?
Das Zusammenspiel dieser drei Dimensionen – mit Innovation im Zentrum – gelingt nur mit einem nutzerzentrierten Ansatz. Konventionelles Denken muss herausgefordert werden, um Ergebnisse zu erzielen, die Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.
Starke Grundlagen schaffen
Erfolg baut auf soliden Fundamenten auf. Wie der unsichtbare Teil eines Eisbergs tragen auch bei Innovationen grundlegende Prinzipien alles, was darüber hinaus entsteht.
Zu den wesentlichen Grundlagen zählen u. a.: Governance, Ethik, Informationsrichtlinien, Geschäftsstrategien, Skills und Unternehmenskultur. Diese Elemente sollten kontinuierlich weiterentwickelt und parallel zu den Lösungen gestaltet werden, um langfristige Nachhaltigkeit und Compliance zu sichern.
Nachhaltigkeit in den Fokus rücken
Nachhaltigkeit ist kein Buzzword, sondern eine Notwendigkeit. Unternehmen sollten die globalen und ethischen Auswirkungen von Verbesserungen berücksichtigen, den Business Value vs. den ökologischen Impact von Lösungen abwägen und Aspekte wie Architektur (on-premise und Provider), sowie den Energiebedarf von Services einbeziehen.
Beispiel: Das Training eines KI-Modells verbraucht so viel Energie wie ein Kühlschrank an einem ganzen Tag. Die Verarbeitung eines einzelnen Bildes mit KI benötigt so viel Strom wie eine LED-Lampe, die 250 Stunden lang eingeschaltet ist. Solche Faktoren sind entscheidend für verantwortungsvolle Innovation, werden jedoch häufig vernachlässigt.
Reputationsrisiken managen
Der Reputationsimpact von KI-Services, Lösungen oder Systemen ist hoch – insbesondere wegen der sensiblen Daten, die verarbeitet werden. Risiken lassen sich durch Prototypen, Pilotprojekte und geplante Public Deployments verringern. So werden potenzielle Probleme früh erkannt und effektiv adressiert.
Effizienz steigern
Effizienz bedeutet mehr als nur Kosten zu senken – es geht um Produktivität und Kundenzufriedenheit. Inspiration aus anderen Branchen kann wertvolle Erkenntnisse liefern. Beispiel: Das Great Ormond Street Hospital verbesserte Informationsaustausch und Aufgabenmanagement, indem es von den Formel-1-Boxencrews lernte. Ergebnis: 42 % weniger technische Fehler und 49 % weniger Informationsfehler.
Lösungsorientiert arbeiten
Komplexe Herausforderungen lassen sich durch kleine, handhabbare Schritte mit klaren Zielen und Visionen erfolgreich bewältigen. Hilfreich ist eine Matrix, die Problemstellungen nach drei Dimensionen strukturiert:
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Erwünschtheit (Desirability): Wie hoch ist die Bereitschaft zur Veränderung?
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Machbarkeit (Feasibility): Welche Technologien und Prozesse ermöglichen Verbesserungen?
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Wirtschaftlichkeit (Viability): Passen Investitionen und erwartete Ergebnisse ins Budget?
Design Thinking anwenden
Mit Design Thinking lassen sich Herausforderungen priorisieren, Ziele vereinheitlichen und verschiedene Ansätze systematisch bewerten. So können viable Lösungen frühzeitig identifiziert, schnelle Prototypen erstellt und zeitnah validiert werden.
Case Studies
Zwei Beispiele, die ich heranziehe, wenn es darum geht zu zeigen, wie sich schnell Prototypen entwickeln lassen, um Service-Ergebnisse an der Geschäftsstrategie auszurichten und nachhaltiges Wachstum zu fördern:
Beispiel 1: Zusammenarbeit mit einer Wohltätigkeitsorganisation für den Einstieg in ihre KI-Reise
Die Problemstellung ließ sich in drei Punkte herunterbrechen:
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Verbesserung, Vereinfachung und Bereitstellung einer zugänglichen User Experience (UX) für Spender:innen und operative Nutzer:innen – mit einer informierten, intelligenten Plattform für alle.
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Anforderungen im Detail:
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Eine reichhaltigere UX bieten, die auf mehrere Ressourcen zugreift.
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Ergebnisse zu breiten Themen bündeln – Ergebnisse aus mehreren Quellen sammeln und verfeinern.
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Echtzeitergebnisse liefern – Eventkalender und Terminpläne zusammenführen.
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Wir arbeiteten mit der Organisation an einem Rapid Proof of Concept (PoC) unter Einsatz von Microsoft Co-Pilot. Ziel war ein zentrales Charity-Dashboard, das eine klare und moderne UX bietet, schnelle und intelligente Ergebnisse liefert und Daten aus verschiedenen Informationsquellen zusammenführt.
Beispiel 2: Zusammenarbeit mit der Environment Agency, dem Regulators Pioneer Fund und Microsoft für den ersten Schritt zu nachhaltiger Innovation
Im Mittelpunkt dieses PoC stand die Messung und Prognose der Umweltauswirkungen der Industrie auf die Wasserverfügbarkeit und die lokale Ökologie. Die Environment Agency wollte verstehen, wie sich veränderte Wasserstände und Temperaturen im Zusammenhang mit industrieller Nutzung auf das Wassernetz auswirken.
Mit Hilfe von Digital-Twin-Technologie nutzt die EA Umwelt- und Industriedaten, um die kumulativen Auswirkungen von Low-Carbon-Technologien zu bewerten – mit Fokus auf Wasserverfügbarkeit und Temperatur auf Basis von Klimaprojektionen.
In beiden Beispielen zeigte sich: Schnelles Prototyping ermöglicht es, Lösungen frühzeitig zu validieren, Kurskorrekturen vorzunehmen und nachhaltige, tragfähige Ergebnisse zu erzielen. So entstehen Innovation und Geschäftswachstum, die sowohl den Nutzer:innen als auch den Organisationen klare, umsetzbare Vorteile bringen.
Schlussgedanken
Um Geschäftsstrategien zu verbessern und nachhaltiges Wachstum zu fördern, kann ein Advisory-Team entweder in der Pre-Sales-Phase oder im Rahmen eines Projekts beratend eingebunden werden. Durch die Anwendung der in diesem Artikel beschriebenen Prinzipien können Unternehmen die Komplexität moderner Geschäftsumfelder erfolgreich meistern und nachhaltiges Wachstum erzielen.
Jedes Engagement wird individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten und ermöglicht es, von Expertise und strategischen Partnerschaften zu profitieren, um echten Mehrwert zu schaffen.
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